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Öffnung der Schule zum Stadtteil

Natürlich erhöht sich damit auch die Qualität des Bücherangebotes für die eigene Schülerschaft. Seitens der öffentlichen Büchereien − hier der Stadtbücherei Eschwege − verbindet sich mit diesem Projekt die Absicht, das Angebot der Stadtbücherei zu dezentralisieren, näher zu den Ausleihern zu bringen und damit insgesamt noch "kundenfreundlicher" zu werden und breitere Leserschichten zu gewinnen. Die Realisierung dieses Projekts erforderte die Zusammenarbeit von Schule, Werra-Meißner-Kreis und Hessischem Kultusministerium auf der einen Seite und Stadtbücherei auf der anderen Seite, nicht zu vergessen das besondere Engagement des Pädagogischen Leiters, Edgar Ingrisch, und des Sozialamtsleiters der Stadt Eschwege Hartmut Adam, und natürlich auch den Schülern, die in einer Arbeitsgemeinschaft die Bücher anderen Medien einbanden und, etikettierten und beschrifteten. Die nicht unerheblichen Mittel, die unter anderem für die bauliche Gestaltung der räume, die technische Ausstattung, zum Beispiel mit Computern, die Möblierung und die Erweiterung beziehungsweise Neuanschaffung des Medienbestandes notwendig waren, übernahmen zu gleichen Teilen der Werra-Meißner-Kreis und die Stadt Eschwege sowie das Kultusministerium und Ministerium für Wissenschaft und Kunst. Der erste Kreisbeigeordnete Theodor Leyhe betitelte die finanziellen Aufwendungen für die auf zwei Räume ausgedehnte Bibliothek mit 34 000 Mark. Auch der Förderverein der Schule steuerte einen nicht unerheblichen Betrag bei. Die Koordination der Zusammenarbeit aller beteiligten Partner lag beim Pädagogischen Leiter der Anne-Frank-Schule, Edgar Ingrisch, sowie dem Leiter des Amtes für Soziales und Kultur bei der Stadt Eschwege, Hartmut Adam.
Die vielfältigen konkreten Aufgaben beim Aufbau der Bücherei wurden in gemeinsamer Arbeit der Lehrer Horst Pelka und Hans Georg Dilchert und der Leiterin der Stadtbücherei, Brigitte Leonhäuser, durchgeführt. Erleichternd und fördernd war der Umstand, daß die Anne-Frank-Schule zum Kreis der Hessischen Europaschulen gehört und als solche über eigene Projektfördermittel verfügt, wodurch ein Honorarvertrag mit der Diplombibliothekarin Petra Beck abgeschlossen werden konnte. Sie leistete wichtige Aufbauarbeit bei der Katalogisierung und er Systematisierung der Bücher sowie beim Aufbau eines computergestützten Ausleihsystems, das über ISDN mit der Stadtbücherei vernetzt ist. Das Ergebnis dieser vielfältigen Zusammenarbeit kann sich sehen lassen. In zwei sehr ansprechend eingerichteten und von einer Schülerarbeitsgemeinschaft liebevoll gestalteten Räumen stehen jetzt den Schülern, Eltern und Lehrern der Anne-Frank-Schule sowie allen Bewohnern des Stadtteils Heuberg mehrere tausend Bücher, aber auch Videokassetten und CD-ROMS zur Verfügung, die auf den drei büchereieigenen Computern eingesehen werden können. [...] In naher Zukunft sollen sie [die Öffnungszeiten] mit Hilfe freiwilliger Mitarbeiter aus Lehrer- und Elternschaft noch erweitert werden. Den musikalischen Rahmen zur Feier gab das Lehrerquintett der Anne-Frank-Schule: Rainer Loll, Peter Riediger, Georg Dilchert, Arnold Molter und Rainer Cziharz spielten Jazz vom Feinsten. Einen gelungenen Abschluß fand die Eröffnung in den Lesungen von und mit Henning Pawel aus Erfurt, der am Nachmittag seine Werke für das kleine Publikum und am Abend den Erwachsenen darstellte. Sie Schul- und Stadtteilbücherei in der Anne-Frank-Schule freut sich auf Ihren Besuch.